Elektronische Übermittlung der Steuererklärung – gesetzliche Verpflichtung

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Elektronische Übermittlung der Steuererklärung – gesetzliche Verpflichtung

In den meisten Fällen Verpflichtung zur elektronischen Übermittlung der Steuererklärung

Als Grundsatz lässt sich festhalten, dass die elektronische Übermittlung der Steuererklärung für  Unternehmer gesetzlich verpflichtend ist. Privatpersonen hingegen können in einigen Fällen noch eine Einkommensteuererklärung auf Papier abgeben können.

Allerdings hat die Kanzlei Dierkes in einigen Fällen in der Praxis schon festgestellt, dass die Finanzverwaltung bei Privatpersonen, welche nicht zur elektronischen Übermittlung der Steuererklärung verpflichtet waren, diese die Steuererklärungen auf Papier nicht anerkannt haben. In diesen Fällen hatte dann die Finanzverwaltung die entsprechenden Personen zur elektronischen Abgabe aufgefordert.

Wichtig: Wenn Sie eine Steuererklärung in Papierform abgeben, obwohl Sie diese elektronisch übermitteln müssen, dann gilt Ihre Steuererklärung grundsätzlich als nicht abgegeben. Infolgedessen können dann auch Zwangsmaßnahmen zur Abgabe (z.B. Zwangsgelder) durch das Finanzamt angewandt werden.

Detaillierte Hinweise, in welchen Fällen zwingend eine Steuererklärung elektronisch übermittelt werden muss, finden Sie im Portal der Finanzverwaltung ELSTER. Dort finden Sie auch die Fälle als  Ausnahme von der Regel aufgezählt, in denen noch ein Erklärung auf Papier abgegeben werden kann. Über dieses Portal können auch die Steuererklärungen elektronisch beim Finanzamt eingereicht werden.

Gerne erstellen wir für Sie Ihre Steuererklärung und reichen diese auch elektronisch ein.

Ihre

Kanzlei Dierkes

RECHT einfach in Oldenburg

 

 

 

6 thoughts on “Elektronische Übermittlung der Steuererklärung – gesetzliche Verpflichtung

  1. Interessant, dass eine schriftliche Steuererklärung nicht gültig ist, wenn die elektronisch übermittelt werden musste. Aber gut, ich finde es sowieso einfacher meine Steuererklärungen online einzureichen. Dann muss ich nichts ausdrucken und keine zusätzliche Portokosten zahlen.

    1. Vielen Dank für Ihre Anmerkung. Im Ergebnis ist die elektronisch übermittelte Steuererklärung auch effizienter, weil Sie jedes Jahr die Daten aus dem Vorjahr auf das neue Jahr übertragen können und dann nur noch im Hinblick auf die Veränderungen anpassen müssen. Es empfiehlt sich, die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen.

  2. Gut zu wissen, dass während Privatpersonen eine Einkommensteuererklärung auf Papier abgeben können, Unternehmer elektronische Steuererklärung abgeben müssen. Das wusste ich nicht! Ich werde bald mein Start-up launchen und informiere mich über das Thema, um vorbereitet zu sein. Danke für den Beitrag, sehr informativ und sehr hilfreich!

    1. Danke für Ihren Kommentar. Wie schon im Artikel geschrieben steht, können nur noch bestimmte Steuerpflichtige die Steuererklärung auf Papier abgeben. Es ist allerdings damit zu rechnen, dass auch diese Möglichkeit in Zukunft für diesen Personenkreis weiter eingeschränkt bzw. sogar ganz abgeschafft wird. Die Digitalisierung schreitet stark voran.

  3. Ich finde es zielführend, dass man seine Steuererklärung auch elektronisch abgeben kann. Ich verstehe allerdings weniger, dass man bei verpflichtender elektronischer Abgabe das Einreichen in Papierform nicht zur Wahrung der Frist führt. Schließlich wurde doch das Dokument eingereicht. Vielen Dank für Ihren Beitrag zu Einreichung der Steuer und den Regularien.

    1. Ich bedanke mich für Ihre Rückmeldung. Sicherlich ist es nicht ganz nachvollziehbar, dass das Einreichen in Papierform nicht zur Wahrung der Frist führt. Aber das Steuerrecht ist nicht immer ganz nachvollziehbar bzw. logisch. Die Steuerpflichtigen sollen halt eben angehalten werden, die Erklärung elektronisch einzureichen. Der Gesetzgeber hat insoweit einen Handlungsspielraum. Vielleicht kann oder sollte man es vergleichen mit den speziellen Formerfordernissen im Zivilrecht. So ist z.B. nur ein notariell beglaubigter Grundstücksvertrag rechtswirksam.

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